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Sprachlos...

Als ich in Ansätzen die Richtung meiner Schritte zu kennen und die Umrisse eines bevorstehenden Weges wahrzunehmen glaubte, genau in jenem Moment gab erneut der Boden unter mir nach und zeigte mir, dass das Leben eine endlose Suche nach der eigenen Perspektive ist.

Die Hoffnung, diese Perspektive je zu finden und währenddessen nie aufzugeben, ist die größte Herausforderung meines Lebens.

Ob es mir je gelingen wird…? Ich weiß es nicht.

2.6.15 10:28


Halt(los)

Ich durfte schon einige faszinierende Menschen in meinem Leben kennen lernen und musste die schmerzliche Erfahrung machen, dass nicht jeder, der einem am Herzen liegt, auf ewig in meinem Leben blieb oder bleiben wird. Sei es aus beruflichen Gründen, in freundschaftlicher Hinsicht oder gar in der Liebe.

Am schmerzhaftesten waren jene Erfahrungen, bei denen ich dachte, ein bestimmter Mensch bedeutet mir unbeschreiblich viel, für ihn würde ich alles in meiner Macht stehende tun, damit ihm nie etwas Negatives widerfahren würde. Und genau von diesen Menschen wurde ich dann am meisten verletzt…

Vielleicht denken viele von euch sofort an die Liebe. Aber ich weite aufgrund eigener Erfahrungen dieses emotionale Feld aus… ich spreche von Familienmitgliedern, von Freunden…. Ja sogar von faszinierenden und wundervollen Menschen, die ich auf der Arbeit kennenlernen durfte. Und natürlich spreche ich auch von der Liebe. Es dauert lang, bis ich einem Menschen das nötige Vertrauen schenken kann… warum? … weil Erfahrungen aus der Vergangenheit Spuren hinterlassen haben. Ich wurde verletzlich.

Greife ich nur eine der vielen Facetten auf: die Liebe Wenn ich jahrelang einer Illusion hinterhergelaufen bin, deren wahres Gesicht erst acht Jahre später zum Vorschein kam. Wenn erst dann auffiel, dass wir nicht an einem Strang ziehen, sondern gesellschaftliche Normen die Liebe zu mir so stark beeinflussen, dass die Person aufgibt…

Wenn ich dann den Glauben an die Liebe trotz allem nicht aufgeben und es Monate später mit einem anderen faszinierenden Menschen erneut probieren möchte… weil ich an die Liebe glaube und mich von diesem Menschen emotional aufgefangen fühle… ich dann aber vollkommen unerwartet (gestern!) mit der emotionslosen Realität konfrontiert werde und mein Glashaus erneut in unendlich viele Scherben zerfällt…

Woher soll dann noch mein Glaube an die Aufrichtigkeit kommen? Was gibt euch den nötigen Halt im Leben, nach dem der Mensch doch sein Leben lang strebt?

2.6.15 19:43


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